Grabenstrasse 34 │ CH-7000 Chur │ Tel. 081 250 34 31 │ Mob. 079 310 75 37

 
 

 

Fotografie: Bildreportage über die Rheinauen bei Rhäzüns

 

"Des Hinterrheins liebstes Tummelfeld"

 
                 

Die Rhäzünser Rheinauen, eine der 27 national bedeutenden Auen in Graubünden.

       
         
Vom Rhein transportierte, angeschwemmte und in den Auen liegen gelassene Kolosse.
     
       

Das Schloss Rhäzüns durch den Auenwald.

 
       
         
     

Flora, die sich gegen die Launen des Rheins wehrt.

 
           

Der Hinterrhein nimmt sich Auenland wann und wo er will.

       
         
       
                 
 

ws. In den Auen bei Rhäzüns darf sich der Hinterrhein auf einer Strecke von rund 4 Kilometern noch austoben wie es ihm beliebt. Er nimm sich Land wo und wann er will, schüttet Geröll-, Kies- und Sandinseln auf, um sie wieder wegzuschwemmen, er entwurzelt Bäume, schält, zerstückelt und zerzaust sie im Flussbett und setzt sie der bleichenden Sonne aus, bis er sie wieder abholt. Der Fantasie und dem Spieldrang des Rheins sind keine Grenzen gesetzt.

Alles ist dauernd im Wandel – in den Rhäzünser Rheinauen, die im Inventar der "Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung" aufgeführt sind und zu den intaktesten Auenlandschaften hierzulande zählen.

 

Beinahe zerstört

1960 definierte die Schweiz ihr Nationalstrassennetz; Teil davon war auch die San-Bernardino-Route, die heutige A13. Vier Jahre darauf präsentierte die Bündner Regierung ihr Projekt einer vierspurigen Autobahn; diese sollte die Au zwischen Rhäzüns und Rothenbrunnen, mit dem verzweigten Flusslauf des Hinterrheins offen durchqueren. Grosse Teile der Bevölkerung waren dagegen; die Talschaftsplanung Heinzenberg Domleschg und Umweltorganisationen bauten eine starke Opposition auf und lehnten den projektierten Bau ab. Es ging um die Kontroverse zwischen einer möglichst billigen Lösung und der Schonung der Landschaft durch eine Tunnelumfahrung.

Erst als die Bundesräte Hans Hürlimann und Kurt Furgler 1974 einen Augenschein vor Ort nahmen, kam es zu einer Lösung: Die Regierung liess die offene Linienführung endlich fallen, die Opponenten verzichteten auf eine Verbandsbeschwerde ­ und die einzigartige Auenlandschaft konnte weitgehend erhalten werden. Heute gehört sie zu den wertvollsten Resten naturnaher Flussabschnitte in der Schweiz.

     
                 

zurück